Schon die Fahrt Richtung Furnas macht klar, warum die Azoren für viele ein Geheimtipp bleiben. Die Strassen schlängeln sich durch sattgrüne Hügel, Hortensien säumen den Weg und hinter jeder Kurve wartet schon das nächste Postkartenmotiv. In Ribeira Grande legen wir einen kurzen Halt ein, bevor es weiter zum Aussichtspunkt Santa Iria geht. Spätestens am Pico do Ferro bleibt jedem kurz die Spucke weg: tief unten liegt das Furnas-Tal mit seinem See, eingerahmt von dichter Vegetation und einer Ruhe, die man in vielen Ferienregionen längst vergeblich sucht.
Im Terra-Nostra-Park spazieren wir zwischen meterhohen Farnen, exotischen Bäumen und einer subtropischen Pflanzenwelt. Nach dem Mittagessen dampft und brodelt es dann an den heissen Quellen. Schwefelgeruch inklusive. Die Erde zeigt hier ganz offen, dass sie unter den Azoren noch ordentlich arbeitet.
Zum Schluss gibt es noch einen Besuch auf einer Ananasplantage. Klein, fein und sehr viel aromatischer als alles, was zuhause im Supermarkt liegt. Danach geht es zurück zum Schiff – mit Speicher voller Bilder und dem leisen Gefühl, einen der letzten Flecken Europas erlebt zu haben, die noch nicht vom Massentourismus plattgewalzt wurden.
Grossen Anteil daran hat auch unser Reiseleiter vom Phoenix-Team; Benjamin sein Name. Besser geht es kaum: bestens vorbereitet, engagiert, humorvoll und trotzdem immer mit klarer Ansage. Einer, der eine Gruppe führt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. So entspannt und gut organisiert haben wir selten einen Ausflug erlebt.


