Tag 28 | 21.03.2026 | Iquique hautnah: Von Kreuzfahrtchaos zu Geisterstädten

21.03.2026 | Reiseberichte 2026, Weltentdeckungsreise 2026

Am Morgen legen wir in Iquique an, und schon von unserer Kabine aus beginnt die Show. Zwanzig Reisebusse rollen heran wie eine kleine Invasionsarmee und parken akkurat vor unserem Schiff. Die rund 800 Passagiere werden erstaunlich zügig, und fast schon meditativ ruhig, in die Busse kanalisiert.

Dann sitzen auch wir in einem dieser Touristenschaukler und rauschen mitten in die Wüste, direkt in eine Geisterstadt.

Humberstone und Santa Laura heissen die Ziele, zwei Geisterstädte, die unter Denkmalschutz stehen und seit 2005 sogar UNESCO-Welterbe sind. Früher wimmelte es hier: Hotels, Schwimmbecken, Warenhäuser, Kirchen, Schulen, Sportstadien und sogar ein Theater.

Die Architektur erzählt Geschichten vom Salpeter-Boom. 1872 gegründet, als das Gebiet noch zu Peru gehörte, um das „weisse Gold“ abzubauen. Santa Laura war eine der grossen Salpeter-Oficinas, wo Natriumnitrat für Dünger und Sprengstoff gewonnen wurde.

Am Nachmittag drehen wir den Spiess um und erkunden Iquique auf eigene Faust. Deutlich entspannter und definitiv besser für die Nerven. Kein Bus, kein Gedränge, nur wir und die Stadt, die uns ihre ganz eigenen Geschichten erzählt.

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