In Santo Domingo endet der zweite Teil der Reise und der dritte beginnt nahtlos. Am Pier stehen entsprechend viele Gäste mit hängenden Schultern und rollenden Koffern, bereit für den Abschied. Doch im Laufe des Abends füllt sich das Schiff wieder mit fröhlichen Gesichtern und erwartungsvoller Neugier. Ganz voll wird es allerdings nicht: Nur etwa die Hälfte der Kabinen ist belegt; angenehm viel Platz also.
Den ersten Tag erkunden wir die Stadt auf eigene Faust, am zweiten lassen wir uns wieder einmal führen. Vom Hafen geht es zu den „Drei-Augen-Höhlen“, einer beeindruckenden Anlage aus riesigen Tropfsteingrotten mit schimmernden Süsswasserlagunen, die einst als Zeremonienstätte dienten. Nach dem Abstieg über gefühlt endlose Treppen fahren wir weiter zum monumentalen Faro a Colón, einem Mausoleum zu Ehren von Christoph Kolumbus. Anschliessend schlendern wir durch die charmante Zona Colonial, vorbei an historischen Gebäuden zur ehrwürdigen Kathedrale Santa María la Menor. Ein kurzer Besuch in einer Zigarrenboutique mit wohlklingenden Namen wie Montecristo und Cohiba rundet den Ausflug stilvoll ab.
Mit diesen Eindrücken kehren wir an Bord zurück. Während das Schiff langsam ablegt und der Kapitän zum Auslauf-Apéro lädt, schreibe ich diese Zeilen. Dritter Reiseabschnitt und zum dritten Mal dasselbe Programm. Routine? Vielleicht. Aber eine ausgesprochen angenehme.


