Nach der Überführung von Strasbourg nach Niderviller hat unser Schiff nun einen wohlverdienten Werftaufenthalt eingelegt. Genauer gesagt: Es steht nicht einfach nur in der Werft, sondern trocken und sicher in der Werkhalle der Kuhnle-Werft.
Der Aufenthalt hat gleich mehrere Gründe:
- Servicearbeiten an Hauptmaschine und Generator
- Behebung eines Lackschadens
- Umbau des Ruderschutzes
- Ersatz des Bugstrahlpropellers
Wartung von Motor und Generator
Nach knapp 200 Betriebsstunden innerhalb eines Jahres sind bei der Hauptmaschine die üblichen Wartungsarbeiten fällig. Der Generator hat zwar etwas weniger Stunden auf dem Zähler, doch auch ihm schadet ein wenig Pflege keineswegs. Ölwechsel, Kontrollen und die üblichen Servicearbeiten sorgen dafür, dass die Technik weiterhin zuverlässig ihren Dienst verrichtet.
Ein unerwünschtes Souvenir aus Saverne
Während unseres Aufenthalts in Saverne kam es zu einer eher unschönen Begegnung. Ein Charterboot traf unseren Bug an Backbord mit bemerkenswerter Entschlossenheit und hinterliess einen ordentlichen Lackschaden.
Immerhin zeigte sich der Verursacher fair und meldete den Vorfall umgehend. Der Schaden wird nun im Rahmen des Werftaufenthalts fachgerecht behoben.
Abschied vom Ruderschutz
Unter Ruder und Propeller befindet sich bei unserem Schiff eine Konstruktion, die ursprünglich das Trockenfallen ermöglicht. Für Fahrten im Wattenmeer ist das durchaus sinnvoll. Auf den französischen Kanälen hingegen erweist sich diese Einrichtung eher als Nachteil.
Wasserpflanzen sammeln sich regelmässig an den Streben und bilden mit der Zeit ein stattliches Bündel Grünzeug. Die Folge: Das Schiff wird zunehmend schwerer manövrierbar.
Deshalb wird der bisherige Ruderschutz entfernt. Stattdessen erhält das Ruder eine neue Abstützung durch einen angeschweissten T-Träger. Damit sollte das Problem künftig deutlich entschärft werden.
Der verschwundene Bugstrahlpropeller
Kurz vor der Einfahrt in die Werft gab es noch eine letzte Überraschung. Während einer Schleuseneinfahrt war plötzlich ein deutliches Krachen zu hören. Die Ursache wurde schnell gefunden: Die Propeller des Bugstrahlruders hatten sich verabschiedet.
In welcher Schleuse das war, bleibt ein Rätsel. Fest steht dagegen, dass sie ersetzt werden müssen. Auch diese Arbeit wird nun in Niderviller erledigt.
So wird aus dem Werftaufenthalt ein kleines Rundum-Erneuerungsprogramm. Wenn alles nach Plan verläuft, wird das Schiff die Halle technisch aufgefrischt, mit neuem Lack und einigen praktischen Verbesserungen wieder verlassen.

