Am Morgen legen wir mit einem gekonnten Rückwärtsfahrmanöver am Pier von Puerto Montt an.
Von dort aus fahren wir hinein ins satte Grün und der Tag legt gleich temperamentvoll los: Am Río Petrohué schiesst uns smaragdfarbenes Wasser entgegen, das sich mit beeindruckender Wucht durch die Lavaformationen der Saltos de Petrohué zwängt. Laut, wild und völlig unbeeindruckt von uns Zuschauern.
Mit diesen Eindrücken im Gepäck geht es hinauf zum Vulkan Osorno, in freudiger Erwartung grosser Aussichten. Oben angekommen: nichts. Dichter Nebel verweigert uns die komplette Show. Statt Panorama gibt es eine sehr direkte Begegnung mit einer weissen Wand. Immerhin knirscht die Lava unter den Füssen; sehen muss man sie ja nicht unbedingt.
Zurück auf Normalniveau wartet in Ensenada das versöhnliche Mittagessen, bevor wir entspannt am Lago Llanquihue entlang nach Puerto Varas weiterfahren. Dort zeigt sich die Landschaft wieder von ihrer besten Seite. Fast so, als wolle sie sich für den kleinen Nebel-Scherz am Vulkan entschuldigen.
Am Abend laufen wir wieder aus und legen uns vor Puerto Montt auf Reede, was soviel heisst, wie vor Anker liegen.


