Tag 48 | 10.04.2026 | Cayman Island; Karibik für 2,50 Dollar

10.04.2026 | Reiseberichte 2026, Weltentdeckungsreise 2026

Am Vorabend verkündet der Kapitän, dass wir vor George Town den ganzen Tag die Maschine laufen lassen müssen, um die Position zu halten. Eine Pier für Kreuzfahrtschiffe gibt es nicht, und Ankern ist wegen der Wassertiefe normalerweise kaum möglich. Üblicherweise tummeln sich hier mindestens drei grosse Schiffe, denn der legendäre „Seven Mile Beach“ lockt Touristen aus aller Welt.

Doch es kommt erfreulich anders: Wir sind das einzige Schiff weit und breit, und der Kapitän ergattert einen der wenigen geeigneten Ankerplätze. Zwei Anker greifen zuverlässig; das spart Sprit und erleichtert das Tendern erheblich.

Für einmal schliessen wir uns den Touristenströmen an, um endlich ein Bad in der karibischen See zu nehmen. Kaum an Land, empfängt uns eine Armada an Taxifahrern, die uns für 20 Dollar pro Person an den Strand bringen möchten. Wir bleiben standhaft: Ein öffentlicher Bus im praktischen Hop-on/Hop-off-System bringt uns für schlanke 2,50 USD zum Governors Beach, etwas abseits des Trubels. Seinen Namen verdankt er dem britischen Gouverneur, der hier tatsächlich residiert; selbstverständlich mit bester Strandsicht.

So verbringen wir herrliche Stunden im Schatten grosser Bäume direkt vor seiner Haustür, im wohlgemerkt öffentlich zugänglichen Bereich. Denn der gesamte Seven Mile Beach ist frei zugänglich. Trotz der zahlreichen Hotelanlagen darf jeder Besucher dank eines Parlamentsbeschlusses am puderfeinen Sandstrand entlangflanieren; Strandluxus für alle.

Die Rückfahrt erfolgt erneut mit dem öffentlichen Bus. George Town selbst zeigt sich eher nüchtern: Banken, Banken, Banken – und dazwischen Juweliere, Juweliere. Irgendwo muss das auf den Cayman Islands geparkte Geld schliesslich wieder ausgegeben werden.

Klicke auf das Bild für weitere Fotos

Archiv