Tag 19 | 12.03.2026 | Ein weiterer Tag in den Fjorden von Chile

12.03.2026 | Reiseberichte 2026, Weltentdeckungsreise 2026

Noch ein Tag in den chilenischen Fjorden. Das Wetterglück am Kap Hoorn fordert nun offenbar seinen kleinen Tribut: Regen, schlechte Sicht und ordentlich Wellengang. Deshalb bleibt uns die enge Passage am Paso de Abismo verwehrt. Der chilenische Lotse rät entschieden davon ab. Man muss ja nicht jeden Nervenkitzel erzwingen.

Entschädigt werden wir stattdessen mit einem weiteren beeindruckenden Gletscher: Amalia. 21 Kilometer lang, bis zu 70 Meter dick und gemächlich in den Peel Fjord fliessend. Ein eisiger Koloss, der sich von schlechtem Wetter wenig beeindrucken lässt.

Am Abend verschlägt es uns in die Casablanca Bar zur Artania Band. Das Englisch der Band ist ungefähr so gut wie meines. Also eher interpretierbar als verständlich. Songs von Abba und anderen Musikgrössen lassen sich daher hauptsächlich an der Melodie erkennen, weniger am Text. Aber vielleicht ist das ja auch die modernere Form von Karaoke.

In der Nacht geht es zurück auf offene See. Das kündigt sich mit einigen gewaltigen Schlägen an, die uns trotz Mittschiff-Kabine beinahe aus dem Bett befördern. Sicherheitshalber wird die Badezimmertür fest verriegelt, Wasserflaschen und allerlei Kleinkram auf dem Schreibtisch in Deckung gebracht. Am Morgen zeigt sich, warum: Im Bad herrscht das reine Chaos. Flaschen umgefallen, Zahnbürsten im Lavabo, Badetücher am Boden. Offensichtlich hat die Nacht auch dort ihre Spuren hinterlassen.

Der neue Tag beginnt dann vermeintlich etwas versöhnlicher: ruhigeres Wasser und eine See, die rötlich schimmert. Nach der stürmischen Nacht scheint sich das Wetter langsam wieder zu besinnen.

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