Vom Hafen Callao aus geht es in gut einer Stunde hinein in das Herz von Lima, der Hauptstadt Perus. Die koloniale Altstadt empfängt uns rund um die Plaza de Armas mit Kathedrale und dem Kloster San Francisco. Kirche und Kloster beeindrucken durch ihre Grösse und Farben. Angeblich der schönste architektonische Komplex Lateinamerikas. Man glaubt es sofort.
Die Plaza de Armas ist religiöses und politisches Zentrum zugleich, an der Nordseite steht der Präsidentenpalast. Gerade dort erleben wir die Wachtablösung. Allerdings weniger stramm militärisch als erwartet, sondern eher wie eine bunte Parade. Es fehlt eigentlich nur Konfetti.
Während der Rundfahrt sehen wir auch eine andere Seite der Stadt: Einige Stadtteile, die wir durchfahren, sind von grosser Armut geprägt. Das steht in starkem Kontrast zur prächtigen Altstadt.
In Miraflores legen wir am Parque del Amor eine kurze Fotopause ein, dann geht es zurück zum Schiff. Dort wundern wir uns, warum sich plötzlich überall Gäste in den Armen hängen. Der erste Teil der Reise geht heute zu Ende, und viele müssen nach Hause, entsprechend emotional sind die Abschiede.
Am Abend stehen tatsächlich hunderte Passagiere mit ihren Koffern bereit. Wir beobachten das Ganze gelassen, winken freundlich zum Abschied und gehen gemütlich zum Abendessen. Plötzlich ist es erstaunlich ruhig an Bord. Heute Abend sind wir fast allein auf dem Schiff.


