Die USS Growler (SSG-577) war ein konventionell angetriebenes Raketen-U-Boot der US-Navy, das während des Kalten Krieges als Teil des Regulus-Raketenprogramms diente. Sie war eines von nur zwei gebauten U-Booten ihrer Klasse und diente als frühes Beispiel für die seegestützte Nuklearabschreckung der Vereinigten Staaten.
Wichtige Fakten
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Klasse: Grayback-Klasse Raketen-U-Boot
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Stapellauf: 5. April 1958
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Indienststellung: 30. August 1958
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Außerdienststellung: 25. Mai 1964
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Heutiger Status: Museumsschiff im Intrepid Sea, Air & Space Museum, New York
Entwicklung und Konstruktion
Die USS Growler wurde als Teil des US-amerikanischen Versuches gebaut, seegestützte Marschflugkörper mit Atomsprengkopf zu stationieren. Sie war mit vier Regulus I– und Regulus II-Raketen bewaffnet, die in wasserdichten Hangars auf dem Oberdeck transportiert wurden. Das Boot wurde von Diesel-Elektromotoren angetrieben und verfügte über eine Verdrängung von rund 2 900 Tonnen getaucht.
Einsatz und Bedeutung
Zwischen 1959 und 1964 führte die Growler mehrere Abschreckungspatrouillen im Pazifik durch, bei denen sie nuklear bewaffnete Regulus-Raketen in Reichweite der Sowjetunion bereit hielt. Diese Missionen stellten die erste Phase der US-amerikanischen seegestützten Nuklearstrategie dar, bevor sie durch U-Boote mit ballistischen Raketen der George Washington class abgelöst wurden.
Museum und Vermächtnis
Nach ihrer Ausserdienststellung wurde die Growler zunächst eingelagert, später jedoch restauriert und 1989 als Museumsschiff eröffnet. Heute liegt sie im Intrepid Sea, Air & Space Museum am Hudson River und bietet Besuchern einen seltenen Einblick in die frühe Ära der nuklear bewaffneten U-Boote der US-Navy.


