Man könnte fast die Uhr danach stellen: Kaum bricht der Frühling an, hängt die Coeur de l’Écluse wieder am Haken – dieses Mal hoch oben über dem Werftgelände von Niderviller. Ein vertrauter Anblick für alle, die unser schwimmendes Zuhause kennen.
Wer sich erinnert, weiss: Letzten Winter steckten wir in Mulhouse fest – nicht nur sinnbildlich, sondern buchstäblich im Eis. Damals versuchten wir uns als ungewollte Eisbrecher (Link zum frostigen Abenteuer). Dass so ein Ausflug in arktische Gefilde Spuren hinterlässt, war zu erwarten. Also wollten wir diesmal auf Nummer sicher gehen und nachsehen, ob das Eis mehr als nur unsere Geduld angekratzt hat.
Die Diagnose: Das Antifouling wurde vom Eis regelrecht abgeschmirgelt – bis auf die Grundierung runter. Nicht schön, aber nichts, was ein paar Pinselstriche nicht richten könnten. Weniger erfreulich war hingegen die Erkenntnis, dass der Antifouling-Anstrich vom letzten Jahr bereits erste Schwächen zeigt. Bevor jetzt die Hobbychemiker und Lackexperten in die Tasten hauen: Nein, wir wissen nicht warum. Und ja, es hätte alles anders laufen können. Hätte, hätte… ihr wisst schon.
Neben der kosmetischen Kur am Unterwasserschiff gab’s noch ein kleines Wellness-Programm obendrauf: Zwei neue Fenster zieren nun den Salon, ein alter Riss im Dach wurde fachmännisch geschlossen, und die Dieseleinfüllstutzen wurden nicht nur geprüft, sondern kurzerhand ersetzt. Sicher ist sicher.
Die Coeur schwimmt wieder, als sei nichts gewesen – bereit für die Weiterfahrt am kommenden Donnerstag. Es kann also losgehen. Und diesmal sicher ohne Eis.

