(B) Brüssel. Musée royal de l’armée et de l’histoire militaire 11.04.2015

11.04.2015 | Bunker

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Brüssel – Königliches Museum der Armee und Militärgeschichte

Das Militärmuseum im Brüsseler Jubelpark geht auf die Weltausstellung von 1910 zurück. Damals stellte der junge Offizier Louis Leconte rund 900 Objekte zusammen, die die militärische Vergangenheit Belgiens veranschaulichen sollten. Die Ausstellung fand grossen Anklang, weshalb die Sammlung dauerhaft in der ehemaligen Militärschule der Abtei La Cambre untergebracht wurde.

Nach dem Ersten Weltkrieg wuchs der Bestand stark an. Neben Schenkungen aus dem Ausland erhielt das Museum Waffen, Uniformen und Ausrüstungsgegenstände, die von den deutschen Streitkräften zurückgelassen worden waren. Wegen Platzmangels zog die Sammlung 1923 in den Nordflügel der monumentalen Ausstellungshallen im Jubelpark. Während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg blieb das Gebäude beschlagnahmt; erst nach Kriegsende konnte das Museum wieder öffnen. Später entstanden eigene Abteilungen für Luftfahrt und Raumfahrt, Panzerfahrzeuge, Marine sowie historische Waffen und Rüstungen. Geschichte des Museums

Heute dokumentiert das Museum die Militärgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schwerpunkte sind die napoleonische Epoche, die belgische Revolution von 1830, die Entwicklung der belgischen Armee, die beiden Weltkriege sowie Belgiens koloniale Militärgeschichte. Zu den auffälligsten Ausstellungsstücken gehören Geschütze, Panzer, historische Flugzeuge, Uniformen, Fahnen, Orden und mittelalterliche Rüstungen.

Besonders bemerkenswert ist die Historische Galerie. Sie wurde 1923 eröffnet und hat ihren ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt. In ihren traditionellen Vitrinen werden mehr als 8.000 Gegenstände zur belgischen Armee zwischen 1831 und 1914 gezeigt. Dadurch ist die Galerie nicht nur eine militärgeschichtliche Ausstellung, sondern zugleich ein Beispiel dafür, wie Geschichte vor rund hundert Jahren museal präsentiert wurde.

Mit etwa 100.000 Sammlungsobjekten, umfangreichen Archiven, Karten, Fotografien und einer Fachbibliothek gehört das Museum zu den bedeutendsten militärhistorischen Einrichtungen Europas. Es ist heute Teil des belgischen War Heritage Institute und verbindet Ausstellung, Forschung, Denkmalpflege und historisch-politische Bildung. Offizielle Museumsseite

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