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Das B-Werk Besseringen wurde 1938/39 als Teil der Saarstellung des Westwalls errichtet. Die offizielle Bezeichnung lautete zunächst Bunker N 38401, später WH 118. Die „B-Werke“ waren die grössten und kampfstärksten Anlagen des Westwalls; insgesamt entstanden nur 32 solcher Panzerwerke.
Die dreigeschossige Anlage besitzt 44 Räume und Aussenmasse von etwa 24,6 × 17,8 Metern. Rund 2.800 Kubikmeter Beton und 200 Tonnen Stahl wurden verbaut. Die 1,5 Meter starken Wände und Decken sollten schweren Artillerietreffern widerstehen. Das Werk war für 85 bis 90 Soldaten ausgelegt, die dank eigener Strom-, Wasser- und Luftversorgung bis zu 30 Tage weitgehend unabhängig kämpfen konnten.
Zur Bewaffnung gehörten:
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vier MG 34 in zwei Sechsschartentürmen
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ein weiteres MG zur Eingangsverteidigung
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ein Maschinengranatwerfer M 19 zur Nahverteidigung
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ein fest eingebauter Flammenwerfer
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eine Beobachtungskuppel zur Gefechtsfeldüberwachung
Die Maschinengewehre konnten besonders das Saartal und das gegenüberliegende Saarufer bestreichen. Technische Beschreibung
Nach seiner Fertigstellung wurde das Werk vermutlich von Soldaten der 79. Infanterie-Division besetzt. Nach dem deutschen Sieg über Frankreich 1940 wurde die Besatzung abgezogen. Im November 1944, als die Alliierten die deutsche Westgrenze erreichten, nahm die Wehrmacht das B-Werk erneut in Betrieb.
Zu grösseren Kämpfen um die Anlage kam es nicht. Nachdem amerikanische Truppen Merzig umgangen hatten, räumte die deutsche Besatzung das Werk am 12. März 1945. Am 18. März 1945 wurde es von US-Truppen kampflos eingenommen.
Nach dem Krieg entfernte man grosse Teile der technischen Ausstattung. Seit 1997 wurde die Anlage freigelegt und restauriert. Heute ist sie das einzige vollständig erhaltene B-Werk des Westwalls mit allen Waffenkuppeln und dient als Museum, Denkmal und Mahnmal.

