Tag 13 | 06.03.2026 | Puerto Madryn

06.03.2026 | Reiseberichte 2026, Weltentdeckungsreise 2026

Beim Aufwachen zeigt der Blick aus dem Fenster: Wir liegen bereits fest vertäut im Hafen von Puerto Madryn. Am Kai stehen schon rund zehn Reisebusse bereit, geduldig wartend, um ihre Ladung Kreuzfahrer in die patagonische Landschaft zu transportieren.

Wir gehören bekanntlich auch zu dieser Spezies Mensch: Sie fällt in Scharen über einen Ort her, macht Fotos, kauft Souvenirs und verschwindet wenige Stunden später wieder. Unsere Invasion beginnt allerdings erst am Nachmittag. Am Vormittag streifen wir gemütlich durch das Städtchen und kaufen ein paar Dinge ein, die an Bord zu Preisen angeboten werden, die eher an Edelboutiquen erinnern.

Die Region ist berühmt für ihre Tierwelt. In der Nähe liegt die Península Valdés mit riesigen Kolonien von Robben und Pinguinen. Die Robben liegen dicht gedrängt am Strand, rund und zufrieden in der Sonne. Beim Anblick kommt mir unweigerlich ein Vergleich in den Sinn: Das Bild erinnert stark an das Sonnendeck unseres Schiffes an einem warmen Seetag.

Auch dort liegen die Exemplare in Reihen, bewegen sich nur gelegentlich und geben seltsame Geräusche von sich. Der entscheidende Unterschied: Die Robben gleiten zwischendurch elegant ins Wasser. Auf dem Sonnendeck hingegen braucht es dafür meist mindestens zwei Cocktails und drei gute Vorsätze.

Am Abend heisst es schon wieder Leinen los. Als wir langsam vom Kai abdrehen, überrascht uns die Hafencrew mit Humor: Über die Lautsprecher am Pier dröhnt Highway to Hell von AC/DC.

Ein durchaus origineller Abschiedsgruss.

Wir gleiten hinaus in den Abend und hoffen, dass sich die angekündigte Hölle noch etwas Zeit lässt.

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